ÜBER EMPLEMENT
Wer bin ich?
Johannes Maria Haas. Als Geschäftsführer eines wachsenden Unternehmens habe ich selbst erlebt, wie unerwartet eine Betriebsratsinitiative ins Unternehmen kommen kann — und wie viele Fragen sich plötzlich gleichzeitig stellen. Aus dieser Erfahrung ist Emplement entstanden.
Heute begleite ich Geschäftsführungen, die vor genau dieser Situation stehen. Ich weiß, wie sich das anfühlt, wo die Stolpersteine liegen und welche Wege wirklich tragen. Auch bei laufender Initiative bestehen oft noch klare Handlungsmöglichkeiten — entscheidend ist, jetzt die richtigen Schritte einzuleiten und typische Fehler zu vermeiden.
Gerne unterstütze ich Sie dabei, Ihre Situation einzuordnen und eine konstruktive, rechtssichere Vorgehensweise zu entwickeln — mit dem Ziel, eine Win-Win-Lösung im Sinne beider Seiten zu finden.

AUS EIGENER ERFAHRUNG
Wie alles begann — eine E-Mail an einem Dienstagmittag
Am 30. August um 13:02 Uhr erreichte mich die E-Mail eines ver.di-Gewerkschaftssekretärs. Der Betreff: „Wahl eines Betriebsrates". Innerhalb weniger Tage sollte in meinem damaligen Unternehmen — rund 200 Mitarbeitende — eine Wahlversammlung stattfinden, um einen Wahlvorstand zu wählen. Die Zeit: 8:00 Uhr morgens. Anwesend wären zu dieser Uhrzeit nur die wenigsten meiner Kolleginnen und Kollegen.
In der Nacht darauf habe ich kaum geschlafen. Was zum Teufel haben wir mit ver.di zu tun? Warum brauchen wir überhaupt einen Betriebsrat? Und was darf ich tun, ohne mich strafbar zu machen?
Am nächsten Morgen habe ich beim Gewerkschaftssekretär angerufen und gebeten, die Wahl zu verschieben — auf eine Uhrzeit, zu der wirklich die ganze Belegschaft teilnehmen kann. Die Antwort: „Wir werden die Wahl durchführen. Sie können nichts dagegen tun."
Das war der Moment, an dem ich beschlossen habe: nicht abwarten, sondern strukturiert und rechtssicher handeln. Heute weiß ich, dass diese Entscheidung der entscheidende Wendepunkt war.
KOSTENLOSE CHECKLISTE
10 Punkte zur Verhinderung eines Betriebsrats
So begegnen Sie einer Betriebsratsinitiative – Schritt für Schritt. Konflikte und Bürokratie vermeiden, mit einer durchdachten, rechtlich fundierten Strategie.
Was Sie sofort tun sollten
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
Ihre rechtlichen Handlungsspielräume
Die typischen Eskalations-Fehler
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TYPISCHE SIGNALE
Wenn die Betriebsratsinitiative konkret wird
In vielen Unternehmen wird das Thema Betriebsrat erst dann konkret, wenn bereits erste Schritte eingeleitet wurden. Typische Situationen sind zum Beispiel:
Es gibt Gespräche über die Gründung eines Betriebsrats.
Eine Gewerkschaft hat Kontakt zur Belegschaft aufgenommen oder Infomaterial verteilt.
Einzelne Mitarbeitende mobilisieren aktiv für die Gründung. Aushänge oder Einladungen (z. B. per E-Mail) wurden bereits versendet.
Eine Betriebsversammlung zur Wahl eines Wahlvorstands ist angekündigt.
Einzelne Mitarbeitende mobilisieren aktiv für die Gründung.
Im Unternehmen herrscht Unsicherheit über die eigenen Handlungsspielräume.
Erkennen Sie Ihre Situation wieder?
Wenn eines dieser Signale auf Ihre Situation zutrifft, lohnt sich ein kurzes Gespräch.
DIE TRAGWEITE
Was die Gründung eines Betriebsrats konkret bedeutet
Die Gründung und spätere Zusammenarbeit mit einem Betriebsrat ist kein kurzfristiges Thema, sondern ein komplexer und langfristiger Prozess. Die rechtliche Grundlage bildet das Betriebsverfassungsgesetz, das eine Vielzahl an Mitbestimmungsrechten, Beteiligungspflichten und formalen Anforderungen regelt. Diese sind bewusst offen formuliert und führen in der Praxis häufig zu Abstimmungsbedarf und Interpretationsspielräumen.
Zusätzliche Prozesse
Beteiligungs- und Abstimmungspflichten bei vielen Entscheidungen.
Längere Entscheidungswege
Maßnahmen brauchen Zustimmung — das kostet Zeit und Tempo.
Gebundene Kapazitäten
In Geschäftsführung, HR und Führung — dauerhaft.
Die kritischen Mitbestimmungsbereiche
Ein Betriebsrat erhält nach dem Betriebsverfassungsgesetz weitreichende Mitbestimmungsrechte. Sechs davon können die Agilität eines Unternehmens spürbar einschränken — von Technik & Digitalisierung über Neueinstellungen und Personalentwicklung bis zu Zielvereinbarungen, Dienstplänen und Überstunden. Im Artikel zeigen wir je Bereich die rechtliche Grundlage und die konkreten Folgen für den Alltag.
TYPISCHE FEHLER
So verhindern Sie keinen Betriebsrat
Manche Reaktionen wirken auf den ersten Blick wie eine Lösung — verschärfen die Lage aber nur. Schnellschüsse und fehlende Dialogbereitschaft sind der häufigste Grund für einen destruktiven Betriebsrat.
Solche Schnellschüsse erhöhen die Eskalationsgefahr. Der bessere Weg ist, die Situation einzuordnen und gemeinsam eine durchdachte, rechtlich fundierte Strategie zu entwickeln.
RECHTLICHE EINORDNUNG
Betriebsrat verhindern strafbar?
Betriebsrat verhindern ist erlaubt, die Wahl selbst behindern allerdings verboten. Ein schmaler Grat: Arbeitgeber sind sich deshalb häufig unsicher, wie sie sich im Hinblick auf die Betriebsratswahlen zu verhalten haben und in welcher Art und Weise sie sich zum Wahlgeschehen äußern und dieses sogar beeinflussen dürfen.
Das Bundesarbeitsgericht hat klargestellt:
Arbeitgeber sind nicht zur Neutralität gegenüber Wahlbewerbern verpflichtet.
(BAG, Beschluss vom 25.10.2017, 7 ABR 10/16)
RECHTLICHE EINORDNUNG
Unsicher, was in Ihrer Situation zulässig ist?
Ein unkoordiniertes Vorgehen kann schnell zu Risiken führen — arbeitsrechtlich und für das Vertrauen in der Belegschaft. Wir bewerten Ihre Situation strukturiert und zeigen Ihnen, welche Schritte rechtssicher möglich sind — und welche Handlungsspielräume Sie nutzen können.

Lisa Venohr
Consultant
WARUM HANDELN LOHNT
Warum sich frühes Handeln lohnt
Ein Betriebsrat ist nicht nur ein rechtliches Thema — er prägt langfristig, wie im Unternehmen kommuniziert, eingebunden und entschieden wird, und damit die gesamte Unternehmenskultur. Genau deshalb sollte dieser Prozess nicht einseitig und nicht allein von einer kleinen Gruppe getrieben werden, sondern aktiv von Geschäftsführung und Belegschaft gemeinsam gestaltet werden.
Unsere Erfahrung zeigt: Mit strukturierter Kommunikation und gezielter Einbindung gelingt es in vielen Fällen, moderne, unternehmensindividuelle Formen der Beteiligung zu entwickeln. Entscheidend ist, frühzeitig aktiv zu werden — je früher, desto größer der Gestaltungsspielraum.
Drei Erfolgsfaktoren
Einordnung und strukturierte Vorgehensweise
Betriebsratsinitiativen entstehen häufig kurzfristig und entwickeln - z. B. durch Fristen, interne Dynamiken oder unterschiedliche Interessenslagen - schnell an Dynamik.
Umso wichtiger ist es, die Situation korrekt einzuordnen und strukturiert zu steuern.
Einbindung & Kommunikation
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist, die Mehrheit der Mitarbeitenden nachvollziehbar zu informieren, ihre Perspektiven zu berücksichtigen und sie aktiv in den Prozess einzubinden.
Die Art der Kommunikation, das Timing und die Ansprache sind dabei entscheidend für den weiteren Verlauf.
Neutrale Moderation & Begleitung
In dieser sensiblen Phase entstehen häufig Fallstricke. Eine externe Begleitung kann bei kurzfristigem Handlungsbedarf entlasten und komplexe rechtliche sowie kommunikative Fragen einordnen.
Eine externe Moderation wirkt für Mitarbeitende häufig neutraler und schafft mehr Akzeptanz im Unternehmen.
UNSER ANSATZ
So begleiten wir Sie — wie sich ein Betriebsrat verhindern lässt
Einen Betriebsrat kann ein Arbeitgeber nicht direkt verhindern — das entscheidet allein die Belegschaft. Ihr Hebel als Geschäftsführung ist ein anderer: transparent informieren, die richtigen Bedingungen schaffen und den Prozess strukturiert begleiten. Genau dabei unterstützen wir Sie — von der ersten Einschätzung bis zur Umsetzung.
01
Erstgespräch
Unverbindlich: Wir analysieren Ihre Ausgangslage und geben eine fundierte erste Einschätzung.
02
Individuelle Strategie
Wir entwickeln eine passgenaue Strategie und strukturieren den Entscheidungsprozess.
03
Kommunikation & Einbindung
Die Belegschaft transparent informieren und aktiv einbinden — für eine sachliche, konstruktive Lösung.
04
Begleitung bis zur Umsetzung
Wir begleiten den gesamten Prozess: Vorbereitung, Informationsformate, Umsetzung.
Bisher in jedem begleiteten Mandat: eine tragfähige Lösung statt Betriebsrat.
Über 30 Unternehmen haben wir durch diese Phase begleitet — in jedem Fall ist gemeinsam eine moderne Alternative entstanden. Eine pauschale Garantie ist das nicht, denn jede Ausgangslage ist anders. Aber es zeigt: Wer früh und strukturiert handelt, hat den größten Spielraum.
WAHLVERSAMMLUNG
Praktische Checklisten zur Vorbereitung
Kostenlos und sofort einsetzbar — bevor die entscheidende Versammlung ansteht.
Steht bei Ihnen eine Wahlversammlung an?
Die Wahlversammlung ist der entscheidende Moment. Unser Leitfaden zeigt Ihnen den Ablauf Schritt für Schritt — und die häufigsten Fehler, die Sie vermeiden sollten.
Der Ablauf der Wahlversammlung — Schritt für Schritt
Die Rolle und Aufgaben der Versammlungsleitung
Die häufigsten Fehler — und wie Sie sie vermeiden
Worauf es bei der Abstimmung ankommt
JETZT KOSTENLOS DOWNLOADEN
AUS DER PRAXIS
Betriebsrat verhindert — ein Erfahrungsbericht
Am 30. August um 13:02 erreichte mich die E-Mail von dem zuständigen ver.di Gewerkschaftssekretär mit dem vielversprechenden Betreff „Wahl eines Betriebsrates“. In dieser Mail lädt der Unterzeichner mit „kollegialen Grüßen“ zu einer Einladung zur Betriebsversammlung am Dienstag der Folgewoche für 8:00 Uhr morgens ein. In dieser Betriebsversammlung soll ein Wahlvorstand gewählt werden, der dann die Wahl eines Betriebsrates vorbereiten und durchführen soll. Beim Überfliegen dieser E-Mail wird es mir schummrig. Die Buchstaben verschwimmen und zahlreiche Fragen hämmern im Kopf: Was zum Teufel haben wir mit ver.di zu tun? Warum brauchen wir überhaupt einen Betriebsrat? Und warum soll die Wahl zu einer Zeit stattfinden, zu der ein Großteil der Belegschaft gar nicht anwesend ist? Die Fragen drängen sich in den Vordergrund, das laufende Meeting und alle weiteren Aufgaben des Tages rücken in den Hintergrund. Irgendwie werden die Meetings zu Ende gebracht, aber so richtig konzentrieren kann ich mich nicht mehr. Die Angst vor Klassenkampf, Innovationsfeindlichkeit und überbürdender Bürokratie fesselt mich. Auch in der Nacht finde ich keine Ruhe. Ich dreh und wende mich, aber die Ängste lassen sich nicht so einfach abschütteln. Eine nächtliche Google-Recherche ergibt, dass ich mich strafbar mache, wenn ich eine Betriebsratswahl behindere. Aber als Gründer, Unternehmer und Geschäftsführer muss ich doch etwas tun. Wenn ich die Wahl schon nicht verhindern darf, dann sollte sie zumindest zu einer Uhrzeit stattfinden bei der auch wirklich alle Mitarbeiter/innen teilnehmen können. Dieses demokratische Grundprinzip schien mir instinktiv richtig und in dieser Sache richtungsweisend. Darum rief ich am nächsten Morgen unseren „zuständigen Gewerkschaftssekretär“ an und bat die Wahl um eine Woche zu verschieben und zu einer Zeit stattfinden zu lassen an der möglichst viele Kolleginnen und Kollegen teilnehmen können. Diese Bitte wurde mir verweigert. „Wir werden die Wahl durchführen. Sie können nichts dagegen tun. Sollten Sie das nicht glauben, lassen Sie sich juristisch beraten.“ so rät es mir der Gewerkschaftssekretär und ich folge seinem Rat. Im Folgenden höre ich mir die Ratschläge von insgesamt neun Anwaltskanzleien an. Darunter große Namen wie Hogan Lovells und Taylor Wessing oder spezialisierte Kanzleien wie BUSE Rechtsanwälte, Esche Schümann Commichau oder Herr Prof. Dr. Boemke. Alle frage ich um Rat: Was soll ich tun? Ich entscheide mich für eine Kanzlei, die mir empfiehlt aktiv zu werden. Oberstes Ziel ist es eine demokratische Wahl durchführen zu lassen bei der die Kolleginnen und Kollegen über die Form der Mitbestimmung abstimmen können. Möchten sie einen Betriebsrat nach dem Betriebsverfassungsgesetz oder einen Belegschaftsausschuss mit einer auf uns individuell zugeschnittenen Satzung. In zahlreichen Infoveranstaltung haben sich Mitarbeiter/innen über die Vor- und Nachteile ausgetauscht und diskutiert, was die beste Lösung für unsere rund 200 Mitarbeiter/innen sei. Die Befürworter des Betriebsrates argumentierten, dass nur ein Betriebsrat die Möglichkeit hat im Konfliktfall über die Einigungsstelle eine Schlichtung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer herbeizuführen. Die Befürworter einer alternativen Mitbestimmung entgegneten, dass in Zeiten des Fachkräftemangels dieser Konfliktfall ohnehin ehr theoretischer Natur sei und wir den Fokus ehr auf den Erhalt unserer Firmenkultur setzen sollten. Gerade das positive Miteinander sei das besondere hier und das gilt es zu erhalten. Am 27. September um 13 Uhr fand dann schließlich die Betriebsversammlung statt. Alle leitenden Angestellten mussten das Gelände verlassen, um die Wahl nicht zu beeinflussen. Dann wurde abgestimmt. Befürworter und Gegner eines Betriebsrates standen sich gegenüber. Auf diese Weise wurde die Abstimmung und das Zählen der Stimmen vereinfacht. Das Ergebnis der Abstimmung erreicht mich endlich – nach einer gefühlten Ewigkeit – per SMS: Zweidrittel der Belegschaft sprach sich gegen einen Betriebsrat aus – die nötige Mehrheit für einen Wahlvorstand wurde nicht erreicht. Damit war der Weg offen für die Gründung und Wahl eines alternativen Mitarbeiterausschusses. Eifrig wurden die Wahlen dafür über ein digitales Tool geplant und durchgeführt. Laut der individuellen Satzung ist das nämlich – anders als bei einem Betriebsrat – auch digital möglich. Gerade zu Corona-Zeiten einer der Vorteile einer alternativen Mitarbeitermitbestimmung. Der Wahlkampf unter den Kollegen und das Revival von aktiver Mitbestimmung hat wahrlich ein Feuerwerk an Motivation gezündet. Und das bei jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter. Nur der Vollständigkeit sei erwähnt, dass ver.di in der Zwischenzeit auch eine eigene Wahl zu einem Wahlvorstand durchgeführt hat. Diese wurde allerdings vom Arbeitsgericht für ungültig erklärt. Die Durchführung der Betriebsratswahlen wurde daraufhin abgebrochen. Das Urteil der Richter hat mir gezeigt, dass man sich als Arbeitgeber nicht alles gefallen lassen muss. Das Mantra muss eine demokratische Wahl der Belegschaft sein. Und so kann es sein, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter irgendwann doch für einen Betriebsrat entscheiden. Auch deswegen setze ich mich mit voller Kraft dafür ein, dass unser Belegschaftsausschuss ein großer Erfolg wird. Und danach sieht es aus. Die aktuellen Zahlen interpretieren wir alle als Zeichen der gestiegenen Motivation. Konflikte werden durch die tolle Arbeit der Kolleginnen und Kollegen in unserem neunköpfigen Gremium diskutiert und gelöst. Außerdem diskutieren wir, also Geschäftsführung und Belegschaftsausschuss, zunehmend strategisches und zeigen damit echte Mitgestaltung und Mitbestimmung – weit über die Rechte eines klassischen Betriebsrates hinaus. Eine echte Erfolgsgeschichte - für alle!

HÄUFIGE FRAGEN
Häufige Fragen und Antworten
Eine Betriebsratsinitiative im Unternehmen?
Schildern Sie uns kurz Ihre Ausgangslage. Wir nehmen uns Zeit für eine erste Einschätzung — unverbindlich und vertraulich.

